chemische Reinigung

Bei Fahrzeugen dessen Ansaugung nicht sehr stark verkokt sind, lohnt es sich meist nur eine chemische Reinigung der Ansaugwege durchzuführen. Hierbei wird ein chemischer Reiniger während des Motorleerlaufs mit erhöhter Drehzahl in den Ansaugtrakt vor die Drosselklappe gesprüht. Die fein vernebelte Flüssigkeit gelangt nun überall dorthin, wo die Verkokung sitzt. Um die Verunreinigungen zu lösen muss der Ansaugtrakt mehrfach eingesprüht und anschließend eine Wartezeit von etwa 30 min eingehalten werden. Die gesamte Reinigung dauert etwa eineinhalb Stunden. Anschließend wird das Fahrzeug auf der Autobahn maximal bis annähernd zur Vmax beschleunigt. Die von dem chemischen Reiniger gelösten Verunreinigungen werden bei dieser Fahrt in den Motor eingesaugt und einfach mit verbrannt. Bauteile wie Kolben, Laufflächen oder Katalysatoren nehmen davon keinen Schaden. Zum Schluss wird eine Leistungsmessung auf der gleichen Strecke wie vorab durchgeführt um den Erfolg der Reinigung zu zeigen.

System zur chemischen Reinigung an einem RS4 B7:

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Anbei zeigen wir Euch ein Beispiel anhand eines Audi S5 V8 FSI:

Eingangsmessung der Leistung vor der Reinigung

Angegeben sind die S5 8T V8 FSI mit 353 PS und 440 Nm. Das von uns gemessene Fahrzeug hatte noch 336,8 PS und 439,4 Nm. Daraufhin haben wir uns dazu entschieden eine chemische Reinigung der Ansaugwege durchzuführen.

Serie ungereinigt

 

Nach der Reinigung haben wir dann auf derselben Strecke, um die Vergleichbarkeit zu wahren, eine weitere Leistungsmessung durchgeführt. Ergebnis sind 351,3 PS und 461,3 Nm, was eine Verbesserung um 14,5 PS und etwa 20 Nm bedeutet.

Serie chemisch gereinigt

 

Im direkten Vergleich der beiden Leistungsmessungen kann man deutlich die Steigerung des Drehmomentes über den gesamten Drehzahlverlauf sehen. Den einzigen Wert für die Leistungsmessung, den wir anpassen mussten, war die Außentemperatur, da es sich über die Zeit der Reinigung ein wenig abgekühlt hatte.

Vergleich